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 Tauwerk

Tauwerk ist in der Seemannssprache der Oberbegriff für alle geflochtenen und geschlagenen Seile.
Der Aufbau geschlagenen Tauwerks beruht auf dem Zusammendrehen von abwechselnd links und rechtsherum gedrehten Strängen unter Spannung. Somit sind bei dem meist gebräuchlichen geschlagenen Tau drei Kardeele rechtsherum verdreht, die ihrerseits linksherum aus einer Vielzahl von Garnen zusammengesetzt sind. Die Garne sind wieder rechtsherum aus einzelnen Fäden zusammengesetzt.
Außer geschlagenem Tauwerk werden geflochtene Seile verwendet, die meist aus Mantel und Seele zusammengesetzt sind. So kann der Mantel aus 32 Garnen geflochten sein, die Seele kann ebenfalls geflochten sein oder aber auch aus einem geschlagenen Kardeel bestehen. Sehr selten kommen geklöppelte Seile zum Einsatz, sie haben ein glattes Äußeres und einen gleichmäßig runden Querschnitt.
Relativ neu ist das Squareline-Tauwerk, bei dem acht Kardeele verflochten sind. Von diesen acht Kardeelen sind jeweils die Hälfte links- bzw. rechtsherum gedreht, so dass sich durch die Flechtung ein etwa quadratischer Tauquerschnitt ergibt. Diese Flechtart hat den Vorteil, dass das entstandene Seil sehr dehnbar und handlich ist.
Der Begriff Tau ist seemännisch eher als Wortteil gebräuchlich, so als Geitau zum aufgeien eines Rahsegels. Ein früher gängiger Begriff für ein Tau war auch Reep, von dem sich die Berufsbezeichnungen Reeper oder Reepschläger sowie die Reeperbahn als Fertigungsort ableiten.

  

 Festmacherleine

Festmacherleinen sind Leinen oder Trossen (auch: Tauwerk), die zur Befestigung eines Schiffes am Kai, an der Pier oder an einem anderen Schiff benutzt werden.
Damit das Schiff ruhig liegt, wird gedrehtes (geschlagenes) Tauwerk verwendet, da es dehnbarer ist (mehr Reck besitzt) als geflochtenes und die Schiffsbewegungen besser abfangen kann.

Gebräuchlich sind:

  • Vorleine oder Bugleine.
  • Achterleine oder Heckleine.
  • Vorspring (schräg an der Seite des Schiffes vom Bug zum Heck verlaufende Spring)
  • Achterspring (schräg an der Seite des Schiffes vom Heck zum Bug verlaufende Spring)

Zusätzlich können Brustleinen angebracht werden, um das Schiff dicht am Steg zu halten.

Festmacherleinen sind ein Weg, auf dem in Häfen Ratten an Bord gelangen können. Deshalb steckt man erforderlichenfalls auf jede Festmacherleine ein Rattenblech.


  

 Positionslicht

Positionslichter (auch –laternen) von Schiffen dienen dazu, Position und Fahrtrichtung zu signalisieren, um Kollisionen zu vermeiden.

Positionslichter (auch –laternen) von Schiffen dienen dazu, Position und Fahrtrichtung zu signalisieren, um Kollisionen zu vermeiden.Positionslichter sind die von den Kollisionsverhütungsregeln (KVR) vorgeschriebenen Lichter, die von Schiffen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, sowie am Tag bei unsichtigem Wetter (Regen, Nebel, Schneefall) zu führen sind. Neben der Positionsanzeige signalisieren die Positionslichter auch Art, Größe und Einsatzzweck eines Wasserfahrzeugs. Nationale Gesetze und Bestimmungen (in Deutschland zum Beispiel die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung) ergänzen die Vorschriften über die Lichterführung.

Positionslichter sind Rundum- oder Sektorenlichter mit festgelegten Farben und Tragweiten. Die KVR legen dazu in Regel 21 fest:

  • Topplicht
    bedeutet ein weißes Licht über der Längsachse des Fahrzeugs, das unbehindert über einen Horizontbogen von 225 Grad scheint, und zwar von recht voraus bis 22,5 Grad achterlicher als querab zu jeder Seite.
  • Seitenlichter
    bedeutet ein grünes Licht an der Steuerbordseite und ein rotes Licht an der Backbordseite, die jeweils unbehindert über einen Horizontbogen von 112,5 Grad scheinen, und zwar nach der betreffenden Seite von recht voraus bis 22,5 Grad achterlicher als querab. Auf einem Fahrzeug von weniger als 20 Meter Länge dürfen die Seitenlichter in einer Zweifarbenlaterne über der Längsachse geführt werden.
  • Hecklicht
    bedeutet ein weißes Licht, das so nahe wie möglich am Heck angebracht ist und das unbehindert über einen Horizontbogen von 135 Grad scheint, und zwar von recht achteraus 67,5 Grad nach jeder Seite.
  • Schlepplicht
    bedeutet ein gelbes Licht mit den Eigenschaften des Hecklichts.
  • Rundumlicht
    bedeutet ein Licht, das unbehindert über einen Horizontbogen von 360 Grad scheint.
  • Funkellicht
    bedeutet ein Licht mit 120 oder mehr regelmäßigen Lichterscheinungen in der Minute.

  

 Steuerbord

Steuerbord bezeichnet, vom Heck zum Bug (in Fahrtrichtung) betrachtet, die rechte Seite eines Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeugs.

Der Ausdruck stammt von der früheren Position des Steuermanns auf Wikingerschiffen. Bei ihnen war das Ruder am Heck auf der rechten Seite des Schiffes angebracht. Der Steuermanns stand somit in Fahrtrichtung nach rechts gewandt. In seiner Blickrichtung war somit die rechte Seite mit dem Ruder (Steuerbord), in seinem Rücken die linke Seite (Backbord).

Die Farbe des Steuerbord-Positionslichts von Wasserfahrzeugen ist grün.

Wenn ein Schiff von See aus in ein Fahrwasser einfährt, dann befindet sich die Steuerbordseite des Schiffes auch auf der Steuerbordseite des Fahrwassers. Diese ist je nach Lateralsystem mit grünen (IALA-A) oder roten (IALA-B) Tonnen gekennzeichnet, die als Toppzeichen einen spitzen Kegel führen. Steuerbordtonnen sind mit ungeraden Zahlen nummeriert.

Die Steuerbordseite gilt als die "vornehmere" Seite eines Schiffes, weil der Kapitän auf dieser Seite seine Kammer hat. Der Kapitän wohnt deshalb auf dieser Seite, damit er Schiffe, die von Steuerbord kommen, eher sehen kann – den Schiffen auf dieser Seite muss ein Schiff in der Regel ausweichen, sofern beide Maschinenfahrzeuge im Sinne der Kollisionsverhütungsregeln sind). Auch die Gastlandsflagge in Auslandshäfen wird deshalb an Steuerbordseite gehisst.


  

 Backbord

Backbord bezeichnet, vom Heck zum Bug schauend, die linke Seite eines Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeugs. Die andere Seite wird mit Steuerbord bezeichnet.

Die Farbe des Backbord-Positionslichtes von Wasser- und Luftfahrzeugen ist rot.

Wenn ein Schiff von See aus in ein Fahrwasser einfährt, dann befindet sich die Backbordseite des Schiffes auch auf der Backbordseite des Fahrwassers. Diese ist je nach Lateralsystem mit roten (IALA-A) oder grünen (IALA-B) Tonnen gekennzeichnet, die als Toppzeichen einen Zylinder führen. Backbordtonnen sind mit geraden Zahlen nummeriert.


  

 Truma Heizanlage

TRUMA Gasheizungen: Speziell für Boote, Caravan und Nutzfahrzeuge entwickelte Gasheizungen mit einem sehr geringen Stom- und Gasverbrauch. Der Wirkungsgrad der Truma-Gasheizungen beträgt ca. 95%.
Zur Ausstattung gehören Lüfterfunktionen zur Lüftung und Kühlung sowie ein Bedienteil mit integriertem Thermostat, um die Temperatur nach Wunsch einstellen zu können.
Die Steuerung und Überwachung erfolgt elektronisch.

  

 Propangas

Propan ist ein farbloses Gas und gehört zu den einfachstens Kohlenwasserstoffen.
Propan wird aus Erdgas gewonnen oder in einer Erdölraffinerie beim Cracken von Erdöl hergestellt. Es dient verflüssigt als Brenn- oder Heizgas (Flüssiggas), etwa bei Pkw als Autogas oder für den Heißluftballon, sowie als Kältemittel in Kühlschränken.

Propan wird unter Druck verlüssigt in Gasflaschen oder Tanks gelagert.

Propan ist Hochentzündlich, schwerer als Luft und wirkt in hohen Konzentrationen erstickend! Seine Zündtemperatur liegt bie 470 Grad Celsius (nach DIN 51794).

ACHTUNG:

Propan verbrennt zu Kohlendioxid und Wasser. Bei Verbrennung in geschlossenen Umgebungen immer dafür sorgen, dass eine Luftaustausch, zum Beispiel durch geöffnete Fenster erfolgen kann.

  

 Bugstrahlruder

Ein Bugstrahlruder ist ein rohrförmiger Durchgang durch die gesamte Rumpfbreite im vorderen Zehntel des Hausbootes. Quer eingesetzt in dieses Rohr ist eine Propelleranlage, welche es ermöglicht, den Bug des Hausboots nach Backbord oder Steuerbord zu bewegen. Dies geschieht durch Änderung der Drehrichtung des Propellers oder Verstellen der Propellerflügel. Angetrieben wird der Propeller durch einen im Hausboot installierten Elektro- oder Hydraulikmotor.
Ein Bugstrahlruder ist kein Hilfsruder, welches man benutzt, um das Hausboot auf seinem Kurs zu halten oder schneller auf Kurs zu bringen. Es ist nur eine Hilfe im Hafen oder Steg bei Anlege- und Ablegemanövern.
Mit dieser Anlage kann man auch ein Hausboot ohne Unterstützung der Hauptmaschine manövrieren.

  

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